Elternzeit im Glamping-Urlaub verbringen!

Glamping-Dorf auf Marina Camping Village
Festungsanlage Carcassonne
Im Urlaub erobert: Festungsanlage Carcassonne

Familie Petersen aus Hamburg befindet sich in der Elternzeit und hatte bei Vacanceselect angefragt, ob wir bei der Planung ihres Urlaubs behilflich sein können. Südfrankreich und Italien sollten bevorzugt bei der Reiseroute berücksichtigt werden. Wie die Familie die Elternzeit im Glamping-Urlaub erlebt hat, erfahrt ihr jetzt …

Unsere Voraussetzungen:

  1. Wir sind eine Familie mit zwei Kindern. Unsere Große ist 5 und die Kleine war zum Start der Reise 9 Monate alt.
  2. Wir waren auf der Suche nach einer Reise und vor allem Route, die für uns alle während unserer sechswöchigen Elternzeit erholsam ist.
  3. Wir wollten die Reise definitiv mit dem Auto bewältigen, viel Sonne genießen können und immer Strand vor der Tür haben. Uns war von Anfang an klar, dass wir keine weiten Entfernungen pro Tag absolvieren können. Die Große übersteht mal eben eine Auto-Tagestour ohne Murren. Aber die Kleine nicht, maximal 4 Stunden Autofahrt pro Tag.

Unsere Überlegungen:

  1. Verbringen wir 4-5 Wochen an einem Ort? Oder reisen wir umher?
  2. Verbringen wir die Zeit in einem Ferienhaus, in einem Hotel oder einer Ferienwohnung?
  3. Wohin fahren wir?
  4. Welche Freizeitmöglichkeiten möchten wir vor Ort haben?
  5. Selbstverpflegen oder verpflegen lassen?

Die Kleine schläft seit ein paar Wochen zu Hause im eigenen Zimmer. Diesen Luxus wollten wir uns auch im Urlaub gönnen. Das Familienzimmer im Hotel bietet meist nur ein Schlafzimmer und eine Schlafcouch im Wohnzimmer. Diese Couch ist immer dermaßen durchgelegen, dass wir darauf nie 6 Wochen ausgehalten hätten. Wir wollten uns abends auch frei in der Wohnung bewegen können sowie mindestens einen Balkon haben, auf dem abends gechillt werden kann. Damit sind auch die meisten Ferienwohnungen raus. Der Nachteil eines Ferienhauses ist jedoch, dass es meist freistehend ist und entsprechend keine Spielpartner für unsere Große bietet. Das würde sich auf unseren Entspannungsfaktor niederschlagen.

Mietcamping in der Elternzeit? Warum nicht!

Da kam uns die Idee des Glamping-Urlaubes. Wir übernachten in einem Mobilheim, einer Art Bungalow mit ca. 30 m², 2 oder 3 Schlafzimmern, 1 oder 2 Bädern, voll ausgestatteter Küche, einem Wohn-/Esszimmer, einer überdachten Veranda und einem Grill. Zusätzlich wohnen gleich nebenan oder gegenüber genügend Kinder mit denen unsere Große spielen kann. Viele dieser „Glampingplätze“ haben den Strand direkt vor der Tür, bieten Spielplätze, Badelandschaften, Miniclub, Kinderfreizeitbeschäftigungen, Bäcker, Waschsalons, Restaurants und immer einen Ansprechpartner vor Ort falls ich ihn benötige. Damit stand auf jeden Fall die Art der Unterkunft fest. In Vanceselect fanden wir einen Partner, der uns in allen Belangen beraten hat. Wir teilten unsere Wünsche mit und erhielten mehrere Vorschläge zur Reiseroute. Insgesamt buchten wir dreieinhalb Wochen über Vacanceselect. Den Rest zwischendurch füllten wir selbst mit ausgesuchten Unterkünften.

Sonne, Strand und Poolvergnügen in Südfrankreich

Mobilheim auf Beach ClubWir ließen uns ca. eine Woche Zeit, um von Hamburg nach Agde (Frankreich) mit dem Auto zu fahren. Der Zeltplatz in Agde, Camping Beach Club, ist der mittelgroße von den drei über Vacanceselect gebuchten Campingplätzen. Aber durch einen abgetrennten Bereich, in dem die Mobilheime standen, fühlte sich der Urlaub familiärer an. Jede Veranda des Mobilheimes wurde von einem Holzzaun abgegrenzt. Das erwies sich im Nachhinein als sehr praktisch. Zum einen stellte es die Begrenzung für die neugierig-krabbelnde Kleine dar, wurde aber gleichzeitig auch als Spielzeug von ihr benutzt. Sie zog sich am Zaun hoch und hangelte sich mit Freude dort entlang. Somit konnte die Kleine beim Essen zubereiten, Grillen oder Wäsche aufhängen ohne große Gefahr auf der Veranda bleiben. Die Große spielte indessen mit ihren neu gewonnenen Freunden aus der Umgebung. Abends saßen mein Mann und ich bei einem Gläschen Wein auf der Veranda, die Kleine schlief im eigenen Zimmer im Bett und die Große durfte noch ein wenig länger mit den anderen Kindern spielen. So ließ sich der Urlaub genießen.

Den nächsten Morgen schliefen wir solange wir wollten und machten uns dann in Ruhe Frühstück. Super, keine festgelegten Frühstückszeiten und keine Kleiderordnung wie im Hotel. Wir mussten gleich schon zum Anfang feststellen, dass wir unseren Plan, jeden Tag an den Strand zu gehen, nicht durchziehen konnten. „Mir ist zu langweilig!“, meinte die Große. „Ich möchte lieber an den Pool.“ Also fanden wir zusammen den Kompromiss, vormittags an den Pool und nachmittags an den Strand zu gehen. Unsere Kleine war vom Pool ebenfalls ganz angetan, da es immer einen Babypool gab. Hier trafen wir oft auf Familien mit ähnlich alten Kindern. Am Abend ging es zurück ins Mobilheim. Erst in die wirklich saubere Dusche, danach zum Abendessen auf der eigenen Veranda. Urlaubsentspannung pur!

Glamping in der Nähe von Venedig

Mobilheim Exclusive auf Camping Marina di VeneziaUnser nächster Campingplatz, Marina di Venezia, befand sich in der Nähe von Venedig. Daher ließen wir uns wieder eine Woche Zeit, um von Agde nach Venedig zu fahren. Dieser Platz war gigantisch, der größte von allen. Aber auch hier bekamen wir schnell das Gefühl, uns wohl zu fühlen. Das Mobilheim war ähnlich ausgestattet wie das vorherige Mobilheim. Es fehlte an nichts. Die Große machte sich wieder nach Ankunft auf die Suche nach neuen Freunden und die Kleine schaute sich jeden Zaunpfahl genau an. Wir füllten den Kühlschrank und machten es uns auf der Veranda gemütlich.

Elternzeit im CampingurlaubNeben Badelandschaft, direktem Strandzugang und Spielplatz war dieser Campingplatz noch mit Restaurants, Lebensmittelshops, einer Minigolfanlage, einer Hüpfburg, einem Kletterparcour, Trampolins, diversen Shops und einer Tennisanlage ausgestattet. Ansonsten lockten auch hier der feinsandige, weite und flach abfallende Strand und das Meer. Eine Besonderheit mussten wir jedoch beachten, die Mittagsruhe von 13:00 bis 15:00 Uhr. In diesem Zeitraum durfte das Auto auf dem Zeltplatz nicht bewegt werden und alles andere, wie z. B. der Pool, wurden geschlossen. Doch daran gewöhnten wir uns schnell. Unser Tag ähnelte den Tagen wie in Agde: ausschlafen, in aller Ruhe frühstücken, wasserspaßiger Poolbesuch, entspannende Strandvisite, mit den Kindern herumalbern und auf der Veranda Abendbrot kochen und essen. Dabei durfte unsere Große jederzeit mit ihren neuen Freunden spielen.

Im Glamping-Dorf auf Marina Camping Village

Glamping-Dorf auf Marina Camping VillageNach einer Woche fuhren wir weiter auf den letzten Campingplatz, Marina Camping Village, der in die Nähe von Ravenna lag. Das war der kleinste von den drei vorab ausgewählten Reisezielen. Aber auch hier gab es alles, was wir für unseren Urlaub benötigten. Der Supermarkt stellte jeden Morgen frische Brötchen zur Verfügung, in dem Restaurant konnten wir Pizza und frische Pasta essen, der Miniclub lud jeden Tag und Abend zum Toben ein, die Poollandschaft begeisterte die Kinder (wurde dieses Jahr neu eröffnet!), genauso wie der Spielplatz, der Strand war gleich vor der Tür. Und das voll ausgestattete Mobilheim im Glamping-Dorf wurde zu unserer Wohlfühloase.
In diesen eineinhalb Wochen gingen wir hauptsächlich tagsüber an den Pool, da uns der Strand dort zu trubelig erschien (zu voll, zu wenig Platz, zu laut). Aber am Pool war es sehr entspannend für uns, da die Kleine viel auf dem Handtuch spielte und die Große im bauchtiefen Wasser damit beschäftigt war, schwimmen und tauchen zu lernen. Ein gutes Training, denn aktuell absolviert sie gerade zu Hause ihre Seepferdchenprüfung. Für den Rückweg ließen wir uns wieder eine Woche Zeit und tuckerten ganz in Ruhe und Tag für Tag ein Stückchen weiter Richtung Heimat.

Ravenna
Ravenna mit Panorama

Unser Fazit zur Elternzeit im Urlaub

Im Nachhinein kann ich allen Eltern mit Kindern, egal welchen Alters, solch einen Glamping-Urlaub in der Elternzeit empfehlen. Die größeren Kinder finden schnell neue Freunde und die Eltern können auch entspannen und die gemeinsame Elternzeit genießen. Man wohnt in einer voll ausgestatteten, sauberen und neu eingerichteten Unterkunft (Mobilheime oder auch Zelte möglich) mit Grill, Terrasse und Liegestuhl, Pool und Strand direkt vor der Nase, einer Waschmaschine, damit man nur ein Viertel der Kleidung mitnehmen braucht, einem Restaurant, falls man mal nicht selbst kochen möchte und praktischem Brötchenservice. Das Wetter ist in Südfrankreich und Italien in der Nebensaison meist beständig sonnig-sommerlich. So war es zumindest bei uns. Und es gibt Extras für Kleinkinder: Kinderhochstühle und Kinderbetten sind vorhanden.

Kleiner Tipp zum Schluss: Das Einzige, womit man sich ein wenig befassen muss: Wo bekomme ich Obstbrei, Mittagsbrei und Obstgetreidebrei her? In Frankreich gestaltete sich das nicht als problematisch. Aber in Italien sollte man nur die richtig großen Supermärkte anfahren. Dort werdet ihr auf jeden Fall fündig!

Wir wünschen euch auch viel Spaß beim Glamping in der Elternzeit!!!
Familie Petersen aus Hamburg

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