Kurztrip ins Weserbergland auf den Campingplatz „Am Niemetal“

Um dem Alltagstrott ein wenig zu entfliehen und die Campingtauglichkeit meines kleinen Sohnes (zweieinhalb) zu testen, haben wir (mein Sohn und ich) uns spontan für ein Wochenende mit einem befreundeten Paar, zwei kleinen Igluzelten und einem Kleinbus von Hamburg aus auf Erkundungstour ins Weserbergland gemacht. Als Ziel steuerten wir den Campingplatz „Am Niemetal“ in Löwenhagen an. Recht idyllisch gelegen in einem kleinen Tal inmitten einer hügeligen Waldlandschaft (O-Ton meiner Freundin: „Die Landschaft hier erinnert irgendwie ein wenig an unseren letzten Zelturlaub in Schweden“…), empfing uns ein kleiner, aber feiner Familiencampingplatz – bei dem das Wort „Familie“ in der Tat ganz groß geschrieben wird! An der Rezeption wurden wir durch ein Mitglied der niederländischen Inhaberfamilie Liemburg begrüßt und von einem sehr freundlichen älteren Herrn mit „Niemetal-Logo“-T-Shirt über den Campingplatz geführt. Wir durften uns sogar unseren Zeltplatz aussuchen –  die Entscheidung fiel letztlich auf den Stellplatz direkt am Flüsschen Nieme, der einerseits idyllisch, andererseits sehr zentral gelegen war – und begannen mit dem Aufbau der Igluzelte.

Unsere Unterkunft für das Wochenende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Sohn, normalerweise anfangs eher etwas zurückhaltend, brauchte keine 5 Minuten, um sich unter die vielen spielenden kleinen und großen Kinder zu mischen, was mir den Zeltaufbau um einiges erleichterte – hatte ich doch von unserem auserwählten Fleckchen einen guten Überblick über das bunte Treiben. Dies wurde einem durch die zentrale Anordnung der Gebäude des Campingplatzes auch sehr erleichtert: In der Mitte des länglichen Geländes befindet sich so etwas wie ein Dorfplatz – so lässt es sich glaube ich am besten beschreiben. Hier findet man die Rezeption mit kleiner Gaststube und Außenterrasse, direkt nebenan sind die Sanitäranlagen – noch recht neu aus 2009 – vor dem Sanitärgebäude ist eine große freie Fläche (teils geteert, teils Wiese), die von den Kindern tagsüber u.a. als Spielfläche genutzt wird, daneben befindet sich zur einen Seite ein kleiner Streichelzoo mit Ziegen und Hühnern und einem angrenzenden Grillplatz und zur anderen Seite ein Spielplatz mit Rutschen, Sandkiste und Trampolin und einer ganzen Menge kostenlos nutzbarer Kinderfahrzeuge und – spielgeräte, wie Bobbycars, Roller, Fahrräder und einer Tischtennisplatte für die Größeren.

Das Hauptgebäude des Campingplatzes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da hier außerdem so gut wie keine Autos fahren – höchstens mal in Schrittgeschwindigkeit zu den Stellplätzen – konnte ich meinen Kleinen guten Gewissens mit den anderen Kindern durch die Gegend flitzen lassen. Eines fällt auf diesem Campingplatz sofort ins Auge: Familien mit Kindern sind hier ausdrücklich erwünscht! Fast überall begegnet man spielenden Kindern oder zumindest deren Spielzeug, welches aber meist nur kurz herrenlos an Ort und Stelle verweilt und dann schonwieder vom nächsten Kind in Anspruch genommen wird… Ein wenig Chaos auf den Campingplatzwegen gehört hier einfach dazu. Ich war recht froh, so nah „am Geschehen“ zu zelten, da ich meinen Sohn dadurch immer im Blick hatte, ohne die ganze Zeit mit ihm umher laufen zu müssen.

Wer es jedoch nicht ganz so wuselig mag und lieber auch einmal die Möglichkeit eines Rückzugsortes nutzen möchte, der ist in unseren TENDI Safarizelten, von denen wir zwei dort aufgestellt haben, sehr gut aufgehoben – diese liegen ein wenig Abseits des Geschehens, idyllisch und ruhig, aber aufgrund der geringen Campingplatzgröße dennoch in zentraler Nähe zum „Dorfplatz“ mit Sanitärgebäude und Spielplatz.

Meiner Meinung nach perfekt für Familien vor allem mit kleineren Kindern, vielleicht jedoch zumindest etwas älter als mein Sohn, denen man das Spielen mit anderen Kindern schon zutrauen kann, ohne sie jede Minute im Blick haben zu müssen – dann können die Kiddies Trampolinspringen, während Mama und Papa sich entspannt einem guten Krimi oder dem Kreuzworträtsel der Tageszeitung widmen…

Da ich „unsere“ TENDI Safarizelte bisher nur von Fotos kannte, habe ich sie mir einmal genauer angeschaut: schon eine tolle Sache, so ein wirklich geräumiges Zelt mit ca. 4 Personen (oder bis zu 6 mit Beistellzelt) zu bewohnen und darin nicht nur schlafen, sondern auch kochen und sich z.B. abends vorm Zu-Bett-Gehen mit der ganzen Familie aufhalten zu können…und dann zum Schlafen nicht auf die doch recht harte Isomatte klettern zu müssen, sondern richtige Betten zur Verfügung zu haben… Wenn das nicht Glamping ist, was dann?

Das Safarizelt von Tendi
Das Tendi Safarizelt von außen
Das Safarizelt von Tendi innen
Das Tendi Safarizelt von innen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben den restlichen Tag jedenfalls spontan komplett auf dem Campingplatz verbracht, anstatt wie eigentlich geplant nochmal die Gegend zu erkunden – es war einfach zu nett dort und ich hätte auch nicht gewusst, wie ich meinen Sohn ohne großes Geschrei von den anderen Kindern hätte wegholen können.

 

 

Am Abend wurde es nach Bewältigung des Zähneputzansturms im Waschhaus dann auch schnell ruhig auf dem Platz. Die Sanitäranlage gefiel uns eigentlich auch recht gut, mir fehlte allerdings für meinen Kleinen zumindest ein etwas niedriger angehängtes Waschbecken zum Zähneputzen – denn trotz vorhandenem kleinen Hocker kam er nicht mal mit der Nasenspitze am eigentlichen Waschbecken an… auch einen Wickelbereich hätte ich mir gewünscht, bei so vielen kleinen Kindern doch sicherlich ein ziemlich gut frequentierter Ort, wenn er denn vorhanden wäre. Immerhin gab es eine „Familiendusche“ mit zwei Duschköpfen, in der man genügend Platz hatte, um sich und seinen Nachwuchs vom Sandkistenstaub des Tages zu befreien.

Ab 22 Uhr herrscht auf dem Campingplatz Platzruhe und während die Kinder erschöpft in ihren Campingbetten schlafen, können die Erwachsenen z.B. an der kleinen Cocktailbar (bei gutem Wetter im Außenbereich zu finden) den Abend ausklingen lassen…

 

Am nächsten Morgen wurden wir von Regentropfen, die unsere Zeltwände hinunterplätscherten  geweckt. Nach einem feuchten Frühstück im Freien mit  noch warmen Brötchen vom Campingplatz beschlossen wir, dem nahegelegenen Hannoversch Münden einen Besuch abzustatten.

Sehr beeindruckend waren die vielen (teilweise erstaunlich schiefen) Fachwerkhäuser, die die komplette Innenstadt säumen. Ein Besuch wert ist sicher auch die Tillyschanze, von der aus man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt haben soll… Leider hörte es jedoch einfach nicht auf zu regnen, und so machten wir uns schließlich mit durchnässten Jacken und Schuhen wieder auf den Rückweg zum Campingplatz. Da sich das Wetter einfach nicht besserte und die Chance, dass unsere feuchte Kleidung in den Igluzelten auch nur annähernd trocknete, mehr als gering war, beschlossen wir die Heimreise anzutreten. Eigentlich war dieses Wetter ohnehin voraussehbar, bei diesem verregneten Sommer…

Die schönen Fachwerkhäuser in Hanoversch Münden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Zusammenlegen unserer durchweichten Zelte habe ich überlegt, wie nett es wohl gewesen wäre in einem der TENDI Safarizelte zu wohnen, in dem wir uns auch bei dem feuchten Wetter gut hätten aufhalten können und die Zeit z.B. mit einer gepflegten „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Partie und einem frisch gekochten heißen Tee bis zum nächsten Sonnenschein hätten überbrücken können…

Ach, wir fahren einfach noch einmal wieder auf diesen netten kleinen Campingplatz – dann entweder mit gutem Wetter im Gepäck oder als Mieter eines „dem-Wetter trotzenden“ TENDI Safarizeltes… oder am besten mit beidem!!!

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