Mit Kindern Portofino entdecken

Portofino, den berühmten „Nobelort“ an der Riviera di Levante rund 30 km östlich von Genua, mit Familie erleben? Man könnte denken, das sei nur etwas für „Schickimickis“ und Millionäre… Aber Portofino bietet nicht nur einen kleinen, alten Hafen mit umso größeren Yachten… Die romantische Altstadt wird geprägt von herausgeputzten, bunten Häusern und historischen Kirchen wie der Chiesa San Martino, die meist für Besucher geöffnet ist. Portofino liegt in einem Meeresschutzgebiet mit sehr sauberem Wasser, malerisch an der Ostspitze einer circa 4 km ins Meer ragenden Halbinsel. Für Kinder gibt es hier jede Menge zu entdecken, hier einige Tipps…

 

Portofino Hafen

Portofino ist bei einem Familienurlaub in Ligurien ein ideales Ausflugsziel. Wir empfehlen: Fahren Sie morgens oder vormittags dorthin. Dann ist noch nicht so viel Verkehr auf der Straße von Rapallo nach Portofino. Und es sind noch nicht so viele Reisebusse in Portofino. Wenn Sie auf der schmalen Uferstraße von der Küstenautobahn aus über Rapallo und St. Margerita per Auto oder Linienbus in den Ort kommen, gelangen Sie direkt zum zentralen Platz. Dort finden Sie ein Parkhaus. Verfahren können Sie sich kaum, denn die Straße endet in Portofino. Deshalb ist Autolärm durch Durchgangs- oder Schnellverkehr garantiert ausgeschlossen. Trotz der vielen Touristen aus aller Welt hat sich die malerische Stadt so eine entspannte, dörfliche Atmosphäre bewahrt.

 

Unsere persönlich erprobten Erlebnistipps, auch schon für Kinder ab circa vier Jahren spannend sowie gut und sicher zu schaffen: Erst einmal könnten Sie die vielen kleinen, roten Fische im Hafenbecken beobachten und den Crews der Luxusyachten beim An- oder Ablegen zusehen. Hier in Portofino „lässt man segeln“: Viele der gut betuchten Eigner beschäftigen 3-4 oft mit Phantasieuniformen gekleidete Seeleute auf ihren stolzen Sportschiffen.

 

Portofino Erdmännchen

Danach  empfehlen wir, den Fußweg zum Leuchtturm (Wegweiser „Faro“) hoch zu spazieren. Kleinere Kinder können Sie auch damit begeistern, die 6 rosafarbenen Erdmännchen-Figuren im kleinen Skulpturenhang oberhalb des Hafenkais zu suchen. Und gleich daneben ist das Nashorn etwa 3 Meter über den Fußgängern leicht zu entdecken: Diese Skulptur ist quasi ein „Schleich-Kunststofftier“ in Originalgröße und hängt gemütlich an einer Mauer über dem Hafenschild ab. Kurz hinter dieser modernen Kunst führt auch die Treppe zum Leuchtturm hoch: Auf dem teils auf Treppenstufen, teils eben verlaufenen Fußweg durch Gärten und entlang von Zitronenbäumen gelangen Sie nach circa 20 Minuten zu einem kleinen Plateau unterhalb des alten Leuchtturms. Zwischendurch haben Sie herrliche Ausblicke auf prunkvolle Villen und aufs Meer.

 

Portofino Rhino am Yachthafen

 

Der Fußweg zum Leuchtturm bietet schöne Ausblicke aufs Meer

 

Der Faro steht auf einem Felskap, circa 20 Meter über dem türkisblauen Wasser. Dort stärken Sie sich an der winzigen Kioskbude mit einem Eis und Cappuccino. Genießen Sie die autofreie Ruhe und die herrliche Aussicht bis hinüber nach La Spezia. Verzehrzwang besteht hier nicht, und der freundliche Wirt nimmt trotz der einmaligen Lage wirklich faire Preise. Er hat uns gegenüber felsenfest behauptet, ein paar mal im Monat kämen Delfine vorbei… Zum Beweis zeigte er uns eine Mappe mit Fotos, auf denen vier Delfine gut sichtbar unterhalb der Felsen durch die Wellen pflügten. Vielleicht haben Sie ja Glück! Sogar der Name von Portofino geht laut Wikipedia darauf zurück, dass hier im Golf von Tigullien besonders viele der Meeressäuger beobachtet wurden: Als die alten Römer Portofino gründeten, nannten sie es Portus Delphini.

Leider besitzen wir keine der in Portofino oft anzutreffenden Yachten mit eigenem Hubschrauber, die uns hier abholen könnten. Deshalb führt uns der gleiche Weg sicher  per pedes zurück. Sie können etwa auf halber Strecke einen Abstecher hinunter zum ausgeschilderten, öffentlichen Kieselstrand (Spiaggia publicca) unternehmen: für eine kleine Sonnen- und Badepause. Öffentliche Strände sind in Italien in der Regel gebührenfrei. Hier besteht, anders als an vielen bewirtschafteten Privatstränden, auch keine Pflicht, eine kostenpflichtige Sonnenliege mit Sonnenschirm anzumieten. Wer noch mehr Platz wünscht, plant statt des kleinen Strandes von Portofino einen Aufenthalt an den Stränden von St. Margherita Ligure oder Rappallo. Diese sind auf dem Rückweg in circa 5 beziehungsweise 15 Autominuten gut erreichbar. Wer noch länger in Portofino bleibt, entdeckt den Naturpark mit der malerischen Felsküste und grüner, besonders im Mai und Juni bunt blühender Vegetation. In der Touristeninfo in der Fußgängerzone erhalten Sie Wanderkarten für die gut ausgeschilderten Wege. Wie wäre es zum Abschluss mit einem Bummel durch die malerischen Gassen, entlang der Schaufenster der vielen Edelboutiquen, Souvenirläden und Kunstgalerien?

Und noch ein Tipp zum Essen: Die Restaurants in Portofino haben natürlich stolze Preise. Das gilt nicht nur für ligurische Spezialitäten wie Pasta mit Pesto alla genovese mit frischem Basilikum und Pinienkernen. Auch eine normale Pizza kostet schon ab 10-12 Euro aufwärts… Wir begnügten uns deshalb mit Eis und kleinen Snacks am Leuchtturm. Mittags haben wir uns in dem kleinen Konditoren- und Feinkostladen gegenüber der Touristeninformation ein „Focaccia to go“ geholt: fladenartiges Hefebrot, mit hauchdünnem Schinken und würzigem Pecorinokäse belegt, preiswert und lecker, auch für Kinder.

 

Infos über Familienurlaubsziele in Ligurien an der levantinischen Küste, finden Sie beim Familienreiseveranstalter Vacanceselect. Besonders nah bei Portofino liegt Camping River Hier finden Sie Miet-Mobilheime und Glamping („glamourous camping“) in modernen Lodge-Zelten mit eigener Dusche/WC, fertig aufgestellt und komplett eingerichtet.

 

Benvenuto – willkommen in Ligurien!

 

(Autor: Klaus Schneider, Vacanceselect)

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