„Rail & Camp“ mit der ganzen Familie: entspannt und umweltfreundlich zum Luxuscampingplatz

 

Bahn Natters Stubaitalbahn
Mit Bahn, Bus und Tram in die Wolken…
... direkt zum Ferien- und Campingparadies Natterer See, dank "Alles-schon-da-Camping" im Mobilheim mit wenig Gepäck
… direkt zum Ferien- und Campingparadies Natterer See, dank „Alles-schon-da-Camping“ im Mobilheim mit wenig Gepäck

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Kinder lieben Camping, Eltern lieben Luxus. Dabei soll das Ferienziel möglichst entspannt, schnell und ressourcenschonend erreicht werden. Um das alles zu kombinieren, haben wir ein Luxus-Mobilheim auf einem Campingplatz gemietet und sind per Bahn angereist: „Rail & Camp“, aber ohne den Bahnreisestress der Jugendtage, sondern auf bequeme Art…

 

Im August 2014 sind wir als Familie mit Grundschulkind per Bahn von Nürnberg nach Österreich gefahren. Das scheinbar unverzichtbare Familienauto sollte einfach mal zuhause bleiben. Dabei war uns auch wichtig, dass wir vor Ort per Pedes, Bus und Bahn viel unternehmen konnten. Hier finden Sie den Bericht über unseren Familienurlaub ohne Auto. Im Infoteil ganz unten führen Links zu den Fahrplänen. Dort stellen wir Ihnen auch zwei weitere Vacanceselect-Campingparks vor, die ebenfalls sehr einfach und umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

 

Per Bahn zum Luxuscamping in Tirol

 

In nur dreieinhalb Stunden erreichten wir von Nürnberg Hauptbahnhof über München und Kufstein den Innsbrucker Hauptbahnhof/ZOB. Von dort ging es mit der Buslinie 4142 in 19 Minuten direkt zur Bushaltestelle Natterer See Camping. Ein besonderer Vorteil: Das Busticket muss nur für diese Hinfahrt bezahlt werden (rund 8 Euro für eine dreiköpfige Familie). Einmal auf dem Campingplatz angekommen, erhalten alle Gäste eine Karte, die für den ganzen Urlaub kostenlose Fahrten zwischen Campingplatz und Innsbruck Hauptbahnhof ermöglicht.

Auf dem Campingplatz und „Ferienparadies“ Natterer See hatten wir für eine Woche ein Luxus-Mobilheim gemietet: inklusive Dusche/WC, richtigen Schlafzimmern, Wohnbereich und Terrasse, kompletter Küche und mit Bettwäsche. Als Gepäck im Zug brauchten wir also nur persönliche Sachen, Kleidung und Handtücher mitzunehmen. Unsere Tochter wollte ihre Lieblingskuscheltiere natürlich selbst in ihrem Kinderrucksack tragen. Mit insgesamt rund 17 Kilo für die ganze Familie, in Rucksäcke auf unsere Schultern verteilt, war das einfach und keine mühselige „Schlepperei“. Nächstes Mal werden wir sogar nur 15 Kilo benötigen, weil wir große Shampoo-Flaschen usw. durch kleine ersetzen werden…

Auf dem sehr gut ausgestatteten Campingplatz Natterer See steht zudem ein topmoderner Waschsalon zur Verfügung, sodass bei langem Aufenthalt gar nicht so viele Kleidungsstücke mitgenommen werden müssen. Das Mobilheim stand auf einem Rasenstellplatz im oberen Platzteil „Süd“, mit sehr schönem Blick. Weil wir kein Auto dabei hatten, haben uns die sehr freundlichen Mitarbeiter mitsamt Gepäck mit dem Golfcar hinaufgefahren.

 

Baden und Wandern, Erholung und Action

 

Der sehr gepflegte, grüne Campingplatz Natterer See bietet herrliche Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt und ein großes Freizeitangebot für alle Altersgruppen: Kinderanimation, Beachvolleyball, Spielplätze, Restaurant/Biergarten am See, eine schicke Bar und den sauberen Badesee mit Wasserrutsche und vielen Attraktionen zum Spielen und Toben.

Ideal ist Urlaub auf Camping Natterer See natürlich zum Wandern: Vom Campingplatz aus führen einige gut ausgeschilderte Wege hinab nach Innsbruck, oder durch Wald und Wiesen zum urigen Biergarten Eichhof (20 Minuten) und zum Kinderbauernhof mit Restaurant Natterer Boden (ca. 50 Minuten): zum „Einwandern“ mit Kindern war dies ideal. Wir haben außerdem zwei Halbtages-Wanderungen ausprobiert. Die hat unsere achtjährige Tochter gut geschafft und nach anfänglicher Skepsis dann auch gerne mitgemacht:

 

Alm und Bergspielplatz Mutterer Alm

 

Mit dem Bus geht es wenige Minuten nach Natters-Ort. Von „Natters-Bahnhaltestelle“ (ca. 5 Minuten zu Fuß von der Bushaltestelle) nahmen wir die Straßenbahn „STB/Stubaitalbahn“ Richtung Reith und Fulpmes. Wir stiegen bereits nach 9 Minuten und 4 Stationen in Mutters-Nockhofweg wieder aus. Von dort führt ein kurzer Spaziergang bergauf zur Seilbahn-Talstation. Die Kabinenseilbahn brachte uns hinauf auf die Mutterer Alm mit dem sehr schön gestalteten, naturnahen Wasser- und Bergspielplatz „Abenteuerberg“. Von der Mutterer Alm wanderten wir den sicheren Innsbrucker Almenweg Richtung Raitis entlang. Danach ging es auf einem breiten Waldweg sanft bergab. Beim Gasthaus Raitiser Alm haben wir eine kleine Pause eingelegt. Die Wanderung bietet ständig wechselnden Ausblicke auf Berge, Täler und auf die riesige, weit entfernte Europabrücke am Brennerpass. Besondere Motivation für unsere Tochter war dabei vor allem die Suche nach den Almkühen. Sobald wir irgendwo im Wald die unterschiedlichen Kuhglockentöne hörten, war es spannend, die zugehörige Kuh am Hang oder zwischen den Bäumen zu sehen. Nach 2,5 Stunden erreichten wir die Stubaitalbahn-Haltestelle Mutters-Raitis. Von hier fährt die Bahn zurück nach Natters (Richtung Innsbruck Hbf).

 

Bergauf… aber es lohnt sich

 

Nach so viel Training wollten wir dann auch mal bergauf wandern. Also nahmen wir die Stubaitalbahn von Natters nach Reith. Am winzigen Bahnhof gab es zur Freude unserer Tochter eine Pferdekoppel direkt am Bahnsteig. Wir folgten den Schildern hinauf zur Reither Alm. Auf einem breiten, gut ausgeschilderten Waldweg ging es stetig hoch. Wir spazierten an blühenden Bergwiesen vorbei und kühlten unsere Füße in einem hübschen Gebirgsbach. Das war die anstrengendste, aber auch schönste Wanderung. Die ganze Familie war müde, aber stolz, es geschafft zu haben, als wir nach guten zwei Stunden die über 500 Höhenmeter überwunden hatten. Der „Palatschinken“ (Pfannkuchen) mit Preiselbeeren oben im gemütlichen Almgasthof schmeckte doppelt gut. Und der gleiche Rückweg bergab nach Reith dauerte nur eine ¾ Stunde…

 

Eine Woche reicht nicht, so groß ist das Freizeitangebot

 

Wer geführt wandern oder sogar klettern möchte, kann dies mit der Alpinschule Innsbruck tun. Die Profi-Wander- und Bergführer bieten von Juni bis Anfang September Touren aller Schwierigkeitsgrade an: teilweise kostenlos und direkt vom Campingplatz aus. Infos gibt das freundliche Campingplatz-Team vor Ort. Auch Mountainbiken, Rafting, Kajakkurse und vieles mehr werden angeboten.
An den wanderfreien Tagen oder zum Erfrischen nach dem Wandern haben wir den Badesee und die Liegewiese auf dem Platz genossen. Unsere Tochter fand, typisch Campingplatz, schnell Anschluss und hat mit kleinen Urlauberinnen aus Deutschland, Österreich und Holland gespielt. Zwei kurze Familienausflüge nach Innsbruck, zum Einkaufen, Eis essen und Bummeln waren mit dem Linienbus ebenfalls gut möglich. Kleinere Einkäufe haben wir im gut sortierten Supermarkt auf dem Campingplatz getätigt, größere beim Discounter MPreis in Natters und am Innsbrucker Hauptbahnhof.

 

Fazit des „Rail & Camp“-Familienurlaubs: Ohne Auto geht‘s auch!

 

Wir haben unsere eigene Familienkutsche nicht eine Sekunde lang vermisst. Im Gegenteil: Es ging sogar etwas entspannter zu und war einmal etwas anderes, ohne Auto unterwegs zu sein. Auch unsere Tochter machte eine gute Erfahrung: Zwar bewegen sich Kinder auf einem Campingplatz ja sowieso den ganzen Tag lang und entdecken vieles. Aber dass wir dann zusätzlich per Bus, Tram und zu Fuß unterwegs waren, hat die kindliche Freude an Bewegung und am Erleben neuer Dinge noch verstärkt. Die Anstrengung gehörte an manchen Tagen dazu. Für Kind und Eltern war meistens, aber nicht immer, alles klar und einfach (zum Beispiel die richtige Wegabzweigung zu finden oder die örtlichen Busfahrpläne zu verstehen…). Die Mühe und Freude am gemeinsamen Bewältigen dieser Herausforderungen haben ihr hoffentlich etwas „fürs Leben“ vermittelt.
Die Kosten waren auch überschaubar: Insgesamt haben wir für alle Fahrkarten (von/nach Nürnberg und alle vor Ort) ca. 390 Euro ausgegeben. Für Benzin, Autobahnvignette und sonstige Autokosten wären ca. 250-280 Euro fällig gewesen. Diese Mehrkosten waren es aus unserer Sicht wert: wegen der Umwelt, der schönen Erlebnisse und auch wegen der Nerven. Denn aus dem Zugfenster haben wir die langen Ferienstaus auf der Autobahn A9 gesehen.
Den nächsten Urlaub verbringen wir wieder auf diesem Top-Campingplatz, wieder ohne Auto. Neben den vielen schönen Wanderungen, die wir dieses Jahr nicht alle geschafft haben, wollen wir dann den Alpenzoo Innsbruck und die Svarowski Kristallwelten sehen. Beide sind ebenfalls gut mit dem Bus erreichbar.

 

Infos:

Mobilheim buchen

Campingplatz

Bahn
Bus
Straßenbahn/Stubaitalbahn

 

Noch mehr „Rail & Camp“?

 

Weitere Vacanceselect-Campingparks, die besonders einfach per Bahn und Bus erreichbar sind, mit Links zu den Fahrplänen:

 

Holland, Nordseeküste:
Komfortable Mobilheime im Bungalow- und Ferienpark Kijkduin
zum Beispiel circa dreieinhalb Stunden von Düsseldorf:
– per ICE/Intercity über Utrecht nach Den Haag Centraal,
– weiter mit Bus HTMbuzz zur Haltestelle „Bungalowpark Vakantiezentrum Kijkduinpark“

 

Deutschland, Weserbergland:
Komfortable Tendi-Safarizelte auf Camping Am Niemetal
zum Beispiel rund dreieinhalb Stunden von Hamburg:
– per ICE nach Göttingen,
– weiter mit Bus 120/Linientaxi 122 nach Löwenthal-Niemetalstraße, von dort 1200 m zum Campingplatz.